Gesundheit

Das muss man zum West-Nil Virus wissen

Das muss man zum West-Nil Virus wissen

Diesen Sommer häufen sich Meldungen zum Thema West-Nil Virus. Im August wurden in Europa mehrere virusbedingte Todesfälle gemeldet. Wir haben zusammengefasst, was Sie zum West-Nil Virus wissen müssen.

Wandervögel und Urlauber als Überträger

Der West-Nil Virus kommt vor allem in Afrika, Indien, Südost-Asien, Israel und dem Mittleren Osten vor. Das Virus wird über Mücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Pferde, Vögel und andere Säugetiere können auch davon befallen werden. 1999 stellte eine Tropen-Ärztin in Nordamerika einen Zusammenhang zwischen toten Vögeln und dem eingeschleppten West-Nil Virus in New York fest.

West-Nil Virus: Schwierige Diagnose

Bei den meisten infizierten Menschen bricht der West-Nil Virus gar nicht aus. Nur bei ungefähr 20 Prozent sind Beschwerden zu erkennen. Die Symptome dieser Virus-Infektion sind denen anderer Krankheiten (FSME, Denguefieber, Malaria, Gelbfieber oder Grippe) sehr ähnlich. Das macht eine Diagnose schwierig. Nur etwa ein Prozent aller infizierten Menschen hat neuralgische Probleme mit schweren Folgen. Ein generell schwaches Immunsystem oder Krankheiten wie Diabetes mellitus oder eine HIV-Infektion begünstigen das Ausbrechen des Virus.

Symptome und Behandlung

Nach der Ansteckung mit dem West-Nil Virus kann es 2 bis 14 Tage dauern, bis die Krankheit, wenn überhaupt, ausbricht. Typische Symptome sind: Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Lymphknotenschwellung. Die Krankheit selbst kann nicht behandelt oder geheilt werden. Bislang existiert nur ein Impfstoff für Pferde, aber keiner für Menschen. Mit Schmerzmitteln und fiebersenkenden Medikamenten werden in einer Therapie nur die Symptome behandelt. Insgesamt dauert die Erkrankung meist etwa eine Woche und heilt auch ohne Therapie ab.

Schutz vor Ansteckung

Als einzigen Schutz vor einer Ansteckung mit dem West-Nil Virus gibt es bislang nur die Vermeidung von Mückenstichen durch Mückenschutz. Wer diesen Sommer in den Süden in den Urlaub fährt, sollte daher immer lange Kleidung tragen, unter einem Moskitonetz schlafen, Fenster und Türen mit Fliegengittern sichern und sich und seine Kleidung ständig mit Anti-Mücken-Sprays (Repellents) einsprühen. Mücken schätzen die Nähe von Wasser, wo sie ihre Eier ablegen. Dort ist besondere Vorsicht angesagt.