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Holztransporter, Nutzfahrzeuge der Forstwirtschaft

Seitdem der Mensch aufrecht geht transportiert er Holz. Zunächst waren es nur einzelne Äste. Mit der Entdeckung des Feuers wurden diese einzelnen Äste zu Holzbündeln und spätestens seit dem Bau fester Unterkünfte und Hütten bestand Bedarf am Transport gefällter Bäume. Über die Jahrtausende hinweg dienten die unterschiedlichsten Transporttiere, Transportmittel und Transportwege dem Holztransport.

Wie zum Beispiel Lastesel, die Hornschlitten der Bergbauern oder die aus zusammengebundenen Baumstämmen bestehenden Flöße. Mit der Erfindung der Eisenbahn und des Autos im 19. Jahrhunderts wurden auch die Forstwirtschaft und der Holztransport revolutioniert. Sicherlich kam auch der erste motorisierte Lastwagen, der von Gottlieb Daimler 1896 erbaute Phönix, beim Holztransport zum Einsatz. Mit den damaligen Abtransport weniger Reisigbündel haben moderne Holztransporter wenig gemein.

Seit der Verwendung so genannter Harvester in den 1980er Jahren besteht der Bedarf an Holztransportern, die ausreichend Kapazität haben, um die Baumstämme eines ganzen gerodeten Waldstückes abzutransportieren. Diese auch als Holzvollernter oder als Waldvollernter bezeichneten Geräte können in einer Stunde bis zu dreißig Festmeter Holz bearbeiten. Dies entspricht dreißig Kubikmetern Holzmasse ohne Hohlräume. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Transportkapazitäten heutiger Holztransporter.

So werden Megatrucks mit einer Ladekapazität von über 80 Tonnen Holz in den waldreichen Regionen Skandinaviens, Russlands und Kanadas eingesetzt.